Atominstitut
> Zum Inhalt
2011-08-10 [ ]

Diamant als Quantenspeicher

Zwei völlig verschiedene Quanten-Systeme wurden an der Technischen Universität (TU) Wien erfolgreich vereint. Das Ergebnis soll den Weg zu praxistauglichen Quanten-Computerchips ebnen.

Der Quantenchip: In der Mitte ist der gewundene Mikrowellenresonator und der dunkle Diamant zu erkennen.

Johannes Majer (unten) mit Wissenschaftlern aus seinem Team: Robert Amsüss, Tobias Nöbauer, Stefan Putz (v.l.n.r.)

Quantencomputer gehörten schon seit Jahren zu den großen Zielen der Wissenschaft. Wenn ein gewöhnlicher Computer eine Liste von Aufgaben zu erledigen hat, muss er sie mühsam nacheinander abarbeiten. Ein Quantencomputer könnte verschiedene Zustände gleichzeitig einnehmen – und dadurch verschiedene mögliche Lösungen eines Problems gleichzeitig ausprobieren. Einen wesentlichen Schritt Richtung Quantencomputer könnten nun Diamanten bringen. An der TU Wien gelang es, Mikrowellen an Quanten-Zustände eines Diamanten anzukoppeln. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes wurden nun im angesehenen Fachjournal „Physical Review Letters“ veröffentlicht.


Cavity QED with magnetically coupled collective spin states
R. AMSÜSS, CH. KOLLER, T. NÖBAUER, S. PUTZ, S. ROTTER, K. SANDNER, S. SCHNEIDER,  M. SCHRAMBÖCK, G. STEINHAUSER, H. RITSCH, J. SCHMIEDMAYER, J. MAJER
Phys. Rev. Lett. 107, 060502 (2011) 

Artikel
Presseaussendung