Atominstitut
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2015-07-17 [ ]

Walter Hälg Preis 2015 für Helmut Rauch

Professor Dr. Helmut Rauch wurde der diesjährige Walter Hälg Preis der „European Neutron Scattering Association“ verliehen. Dieser Preis gilt als die höchste Auszeichnung der Neutronenphysik.

Prof. Helmut Rauch

Die Zuerkennung erfolgte auf Grund seiner vielbeachteten Arbeiten auf dem Gebiet der experimentellen Neutronenphysik, insbesonders im Bereich der Neutronenoptik und hier wieder speziell für die Entwicklung des ersten Neutroneninterferometers. Dieses wurde 1974 erstmals am TRIGA Reaktor des Atominstituts erprobt und anschließend weltweit für neuartige Quantenexperimente eingesetzt. Zahlreiche neuartige Quantenexperimente wurden dadurch realisierbar und die angesprochene Technik wurde später für andere Teilchen (Atome, Moleküle, Cluster) übertragen. Dazu gehören Experimente zum Schrödinger Katzenphänomen, zur Quanten-Nichtlokalität, zur Quanten-Kontexualität und zum Cheshire Katzen Phänomen. 

Die Ergebnisse sind in einem neu erschienenen Buch zusammengefasst (H. Rauch and S.A. Werner „Neutron Interferometry“, Oxford Univ.Press 2015).  
Den Großteil der Experimente hat Rauch am Hochflussreaktor in Grenoble durchgeführt.  

Professor Rauch studierte an der TU-Wien und wurde dort 1970 zum ordentlichen Universitätsprofessor ernannt. Er leitete über 3 Dekaden das Atominstitut der Österreichischen Universitäten. Zahlreiche Diplomanden und Dissertanten standen unter seiner Betreuung, darunter Kurt Binder, Professor in Mainz, Heinrich Kurz, Professor in Aachen und Anton Zeilinger, Professor an der Universität Wien.