Atominstitut
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Sekretariat Atominstitut im Freihaus

Fr. Sonja Schuh
TU Wien, Freihaus, Turm B, 6.OG
Wiedner Hauptstraße 8-10
1040 Wien, Austria
Tel.: +43 1 58801 142101
Fax: +43 1 58801 14299
e-mail: institut@kph.tuwien.ac.at

Allg. Öffnungszeiten für Studienangelegenheiten:
Montag bis Freitag von 9:30-11:30 und 12:30-15:30

Mitteilungen

Dekanatszentrum Freihaus

Fakultät für Physik
TU Wien Freihaus, Turm B, 5. OG
Wiedner Hauptstraße 8-10
1040 Wien, Austria

Studiendekan: Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Helmut Leeb
Zuständigkeit: Diplomprüfung, Rigorosen, Zulassung zu Doktorats-Studium, Studienplanumsetzung
Alle Studienangelegenheiten für das Master-Studium Materialwissenschaften

Vize Studiendekan: Privatdoz. Dipl.-Ing. Dr.techn. Herbert Balasin
Zuständigkeit: Anerkennungen, Austausch, Zulassung zu Master-Studien, Stipendien

Gitter QCD und allgemeine Quantenfeldtheorie

QCD ist die allgemein anerkannte Theorie für die starke Wechselwirkung. Sie ist formuliert als Quantenfeldtheorie eines sogenannten Eichfeldes. Die Wechselwirkung wird durch den Austausch von Trägerteilchen (Eichbosonen) beschreibt. Sie liefert gute Vorhersagen für Prozesse, die bei hohen Energien oder bei kleinen Entfernungen ablaufen. In diesem Bereich ist die Kopplungskonstante klein und Störungstheorie fungiert als geeignetes Werkzeug. Im Maßstab von Hadronen jedoch, wo die Kopplungskonstante in der Größenordnung von Eins liegt, versagen störungstheoretische Methoden. Hier liefert die Lattice QCD (LQCD) eine Methode für Berechnungen "ab initio".

Gitter QCD ist QCD formuliert auf einem diskreten Euklidischen Raum-Zeit-Gitter. Die LQCD behält den fundamentalen Charakter der QCD bei, mit entscheidenden Verbesserungen: Einerseits wirkt das diskrete Raum-Zeit-Gitter als sogenannter "Regulator". Das heißt, dass bei endlichen Werten für den Gitter-Abstand a keine Singularitäten auftreten. Im Grenzübergang a → 0 ergeben sich endliche Werte für die renormierten physikalischen Größen. Im Gegensatz zum Kontinuum lassen sich Berechnungen auch für hohe Werte der Kopplungskonstante anstellen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die LQCD unter Verwendung von Methoden, die denen der statistischen Mechanik ähnlich sind, am Computer simuliert werden kann.

Abbildung: Wirkungsdichte des QCD Vakuums von Visualizations of Quantum ChromodynamicsCentre for the Subatomic Structure of Matter (CSSM) and Department of Physics, University of Adelaide, 5005 Australia. Copyright © 2003, 2004