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Institute of Atomic and Subatomic Physics - Vienna University of Technology

Nuclear Chemistry

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ao. Univ. Prof. Dr. rer. nat. Saleh Ismail

Nuklearchemie ist die Chemie der Atomkerne, der radioaktiven Atome und ihren Anwendungen in Lebenswissenschaft,  Kernenergie und Kerntechnik. Nuklearchemie umfasst mehrere wissenschaftliche Arbeitsgebiete wie: Kernreaktionen, Radioanalytik, Kosmochemie, Produktion der Radioisotope und deren Anwendungen, Entsorgung radioaktiver Stoffe, Radiogeologie, Strahlenchemie etc. Die Nuklearchemiearbeitsgruppe arbeitet seit 1981 auf einigen  Gebieten der Nuklearchemie,  insbesondere auf dem Gebiet der Radioanalytik. Die Neutronenaktivierungsanalyse (NAA) ist das Hauptverfahren der Radioanalytik, mit dem rund siebzig Elemente radiochemisch oder zerstörungsfrei untersucht werden können. Die Methode, ist sehr empfindlich, genau und frei von möglichen Kontaminationen.  Der einzige Nachteil der NAA ist im Vergleich zu anderen chemischen Verfahren die lange Untersuchungszeit. Kurzzeitneutronenaktivierungsanalyse (KZAA) bei hoher Zählrate ist ein spezielles Verfahren zur Untersuchung zahlreicher Elemente in einigen Minuten. Deshalb nimmt  diese Methode  eine besondere Stellung in unserem Arbeitsprogramm ein.

 

Kurzzeitneutronenaktivierungsanalyse (KZAA)

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Kurzzeitneutronenaktivierungsanalyse (KZAA) ist eine kernanalytische  Technik um in kurzer Zeit 15 bis 20 Elemente,  zwischen 5 (Pb, In, F, Sc, Hf, Ag, Se) und 30 min (Al, Dy, Cu, V, Mg, Br, Ca, Cl, I, K, Mn, Na, Ti), bestimmen zu können. Die Besonderheit dieser Technik ist die kurze Untersuchungszeit, die hohe Empfindlichkeit und Genauigkeit, sowie die Möglichkeit, die Untersuchung zerstörungsfrei durchführen zu können.  Die Untersuchung kann für  feste, gasförmige und  flüssige Stoffe, ohne komplizierte Vorbereitungsverfahren durchgeführt werden. Ein Nachteil ist jedoch, dass wichtige Elemente wie  Cu, F, Pb, Se,  etc.  wegen ihrer  schlechten Nachweisgrenze sehr schwer und nur unter bestimmten Bedingungen in Umwelt- und biologischen Proben zerstörungsfrei untersucht werden können. Es ist nicht möglich, in diesen Materialien wichtige toxische und umweltrelevante Spurenelemente,  wie Cd, Hg, Sb, Sn, Sr, Zn, Mo, Pd, Pt, W, zerstörungsfrei zu untersuchen. Ein Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist daher die Entwicklung und Verbesserung der Methoden, um 35 Elemente mit höherer Empfindlichkeit und Genauigkeit untersuchen zu können. 


Hauptaufgaben:

Entwicklung von Instrumenten,
Software und Messverfahren    

Anwendungen in der
Umweltforschung

Verbindung der KZAA mit
anderen Verfahren

Training & Seminare
und Veranstaltungen