Atominstitut
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Reaktorinstrumentierung

Die Überwachung der Reaktorleistung erfolgt durch vier Meßkanäle, deren Anzeigen sowohl am Farb-Graphitmonitor links, als auch auf Leuchtbalkenanzeigen rechts am Pult zusammengefaßt sind.
  
a)  Der automatisch umschaltbare Weit-Bereichskanal (wide range channel), NM-1000, mißt die Reaktorleistung vom Quellniveau (etwa 5 mW) bis zur Nennleistung von 250 kW. Als Meßfühler dient eine spezielle Spalt-kammer, und das Signal wird über einen Mikroprozessor verarbeitet.
  
b)  Zwei voneinander unabhängige lineare Kanäle, NMP-Ch und NMP-Ph, überwachen die Reaktorleistung vom Quellniveau bis zur Nennleistung. Die Signale werden über einen Meßbereichsschalter geleitet, mit dem der jeweils gewünschte Leistungsbereich eingestellt wird. Überschreitet einer der beiden Kanäle die Leistung des eingestellten Meßbereichs um 5%, so kommt es zu einer automatischen Reaktorabschaltung. Als Meßfühler dienen jeweils eine kompensierte Ionisationskammer.
  
c)  Für die Überwachung eines Reaktorimpulses dient eine unkompensierte Ionisationskammer, die nur bei Impulsbetrieb dazugeschaltet wird. Damit erfolgt die Aufzeichnung des Leistungsverlaufs während des Reaktorimpulses. Weitere Impulsdaten, wie integrierte Leistung, werden über einen Rechner ermittelt. Auf einem Schreiber wird auch der Verlauf der Brennstofftemperatur während des Reaktorimpulses aufgezeichnet.